Wilde Gärten

An den Naturliebhaber!
Wir wandern gerne durch unsere blühende Landschaft, erfreuen uns an der Vielfalt von Pflanzen und Tieren und erholen uns dabei. Wie wäre es, wenn wir uns eine Mini-Blühlandschaft in unseren eigenen Garten zaubern würden? Ein paar Quadratmeter genügen!

In den Gemeinden Burgkirchen, Mauerkirchen und Uttendorf entsteht das Projekt

„Wilder Garten“, bei welchem jeder mitmachen kann. Unter „wild“ verstehen wir naturbelassen mit 2 – 3 Mal im Jahr Mähen. Ohne Düngung.

Möchten Sie mitmachen?
Dann melden Sie sich bei Ihrem Gemeindeamt und geben die Fläche bekannt, die Sie zu einem „Naturgrundstück“ machen wollen; das können auch Böschungen sein. Dann erhalten Sie von der Gemeinde gratis ein „Gräser-Blumen-Gemisch“ zum Ansäen.

Bitte, diese Fläche ab sofort nicht mehr düngen, damit sich ein natürlicher Pflanzenbestand entwickeln kann!

Die erste Mahd nach der Ansaat und auch in den nächsten Jahren:
Erst ab Mitte Juli, damit sich die vielen Insekten entwickeln und die Pflanzen ab- samen können (natürliche Vermehrung).

Wie erfolgt die Aussaat?
Gras mähen; leicht vertikutieren, auf größeren Flächen: eggen, um die Grasnarbe zu öffnen; Saatgut einsäen und leicht anwalzen.

Die Gemeinden (Burgkirchen, Mauerkirchen und Uttendorf) unterstützen Sie gerne bei diesem Projekt.

 

Warum sind solche Kleinstlebensräume wichtig?
Naturräume sind ökologische Systeme und beherbergen eine Vielzahl von Pflanzen und Tiere, in denen sie leben und sich vermehren können. Dabei können wir den Kreislauf der Natur beobachten – es ist ein Leben und Sterben, aber kein sinnloses.

Betrachten wir z. B. das Entstehen von Kompost:  das Zusammenwirken von Pflanzenmaterial, Bakterien, die wir nicht sehen und den Regenwurm, dem „Haustier“ des Naturgärtners.

 

Zum Beispiel benötigt der Bläuling nicht nur ganz bestimmte Futterpflanzen, sondern ernährt sich im Ameisenbau als Raupe um später als bläulich schimmernder Schmetterling unser Auge zu erfreuen.

Nützlinge wie Maulwurf, Igel, Marienkäfer, Ohrwürmer u. a. schützen uns vor Engerlingen (Entwicklungsstufe zum Maikäfer), Läusen, Spinnmilben, etc. Mäuse sind im natürlichen Kreislauf Nahrung von Vögeln und Kleintieren. Insekten, wie Schmetterlinge, Wildbienen, u.a. sind wichtige Bestäuber unserer Obstbäume, Sträucher und Heckenpflanzen.

Das sollten wir beim Anlegen eines „Wilden Gartens“ einer Blumenwiese bedenken und mithelfen, unsere Kulturlandschaft zu schützen. Vielleicht können manche Fehler der Vergangenheit gut gemacht werden.

Wir Menschen sind Teil dieses natürlichen Kreislaufes. Ist er geschädigt – z.B. die gesunde Nahrungskette, werden wir krankheitsanfälliger – Höhere Pflegekosten sind die Folgen. Durch Aufklärung und Einsicht können wir dem entgegenwirken.